Eine Vielfalt an Stimmen

Während der KEK-Vollversammlung wird es zahlreiche Treffen und Gespräche geben. Pfr.  Jenny Sjögreen reflektiert über das Zusammenkommen und das Hinaustreten aus unserer Komfortzone, um das grössere Bild zu sehen.

Ich gehöre zu den Menschen, die Tagungen lieben. Mir gefallen Strukturen und das Forum für Diskussionen und Entscheidungen. Mir gefällt der Gedanke an sich, dass wir zusammen kommen mit all unseren Unterschieden: in der Kultur, in der Theologie, in der Praxis und in unseren Vorstellungen davon, wie wir diese Welt verbessern können und was Kirchesein bedeutet. Ich lerne gerne Neues und tausche mich gerne mit Anderen aus. Ich lasse mich gerne herausfordern und verändere meine Einstellung ein bisschen, wenn ich neue Perspektiven von anderen Leuten höre. Mir gefällt es, wenn wir zusammen wachsen.

Ich muss zugeben, dass es nicht immer einfach ist. Manchmal verstehe ich die Dinge nicht. Ich sehe nicht, wie es nach vorn gehen kann. Ich verfange mich in Details – oder habe den Eindruck, die Anderen tun es. Ich werde weit über meine Komfortzone hinaus gefordert und hole Andere wahrscheinlich auch aus ihrer heraus. Ich bin sicher, dass es Spannungen geben wird.

Aber ohne das würden viel weniger Stimmen zu Worte kommen und nur ein kleinerer Teil des Bildes zu sehen sein.  Und dann würde uns etwas fehlen, in gewisser Weise wären wir dann ärmer. Wir brauchen einander. Das ist es, der Leib  Christi zu sein.

…Und nun, worauf wartet Ihr?!

Jenny Sjögreen
Ökumenereferentin
Schwedische Kirche